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Die größte Glocke („Verkündigung“) hat einen Durchmesser von fast 1 m,
wiegt 750 kg und trägt Relief-Ikonen der Hl. Dreieinigkeit, Christi,
der Gottesmutter von Kasan und des hl. Prokop.
Das Motto:
„Verkündet auf Erden große Freude, preiset in den Himmeln Gottes
Herrlichkeit!“
Die kleinen Glocken sind zwischen 25 und 60 cm groß und wiegen 8 bis
110 kg.
Die zweitgrößte Glocke („Vielerbarmen“; nach dem festlichen
Psalmgesang im Morgenamt) ist dem Erzpriester Ambrosius Backhaus
der über fünfzig Jahre in Hamburg und Lübeck gewirkt hat (gest. 2005),
gewidmet und aus Spenden von Gemeindemitgliedern, Freunden und
Verwandten finanziert. Ihre Maße betragen 75 cm und 220 kg. Die
Relief-Ikone zeigt den hl. Ambrosius von Mailand. (Es traf sich, dass
die Aufhängung gerade an dessen Festtag, 7./20.12., geschah.) Die
Glocke trägt den Wahlspruch von Vater Ambrosius: „Rede, Herr,
Dein Knecht hört!“
(1 Sam 3,10)
An die biblische Grundlage des Geläuts erinnert der
Weihe-Gottesdienst mit der Lesung aus Num
(4.
.Mose) 10, 1-10, wonach Gebet und Opfer, aber auch
Freudenfeiern und Schlachten zur Abwehr feindlicher Angriffe
begleitet werden sollen vom Blasen silberner Trompeten durch Priester.
Das orthodoxe Hauptbeugungs-Gebet bei der Weihe vergegenwärtigt den
Fall der Mauern von Jericho durch die Trompeten der sieben Priester,
die dem Zug der Bundeslade mit dem göttlichen Gesetzes-Tafeln
vorangingen (Jos 6), und bezieht die Abwehr feindlicher Kräfte
durch die Luft auch auf Naturgewalten wie Unwetter.
Abgeschlossen wird die Weihe-Feier durch Tropare wie
dieses letzte im 4. Ton:
„Der Du alles im Anfang durch Dich allein unmittelbar erschaffen
hast, Herr ,
jetzt aber alles tust mittelbar,
durch die Stimme dieser geweihten Glocken vertreibe alle
Mutlosigkeit und Trägheit
aus den Herzen Deiner Gläubigen;
Deine Furcht und Frömmigkeit aber pflanze in sie ein
und mache sie durch Deine Kraft eilig zum Gebet und bereit zu
jedem guten Werk,
indem Du uns von allen feindlichen Nachstellungen erlöst
und uns unbeschädigt von der Dürre ungünstiger Witterung
erhältst;
durch die Gebete der Gottesgebärerin und aller Deiner Heiligen,
als einzig Barmherziger.“
(/Maltzew; Bd X, S.1094-1111)
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