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Die
Heilige Woche
(P. Nikolai Wolper)
Diese ganze auf den ersten Blick traurige
und stille Woche bildet eine Einheit im Licht der Auferstehung Christi.
Deshalb wird sie eingeleitet durch die freudige Vergegenwärtigung der
Auferweckung des Lazarus („Lazarus-Samstag“) und des Einzugs des Herrn in
Jerusalem zu Seinem Leidensweg („Palmsonntag“). (s.u.: Predigt)
Das Südschiff unserer Kirche ist
ganz diesem Heilsgeschehen gewidmet. Deshalb gedenken die Gläubigen hier
auch der Verstorbenen, für die sie vor dem Kreuz Kerzen aufstellen
und mit dem Priester die Totengebete („Pannichida“) singen: Die mit
Christus Gestorbenen bleiben Ihm auch in der Auferstehung verbunden und
nehmen teil an der Gebetsgemeinschaft der Kirche.
Lazarus-Samstag und Palmsonntag
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Joh 11, 1-45
Tropar (1.Ton):
Um schon vor Deinem Leiden
die gemeinsame Auferstehung zu
bezeugen,
hast Du Lazarus von den Toten
auferweckt,
Christus Gott.
Darum tragen auch wir, wie damals die
Kinder,
die Zeichen des Sieges und rufen Dir,
dem Besieger des Todes, zu:
„Hosanna in den Höhen!
Gesegnet, der da kommt im Namen des
Herrn!“
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Joh 12, 1-18
Kondak (6. Ton):
Auf dem Thron im Himmel
und auf dem Eselsfüllen auf Erden
hast Du, Christus Gott,
den Lobpreis der Engel und den
Lobgesang
der Kinder angenommen, die da riefen
zu Dir:
„Gesegnet bist Du, der Du kommst,
wieder aufzurichten Adam!“
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Großer Montag, Großer Dienstag, Großer Mittwoch
Diese Tage erhalten ihren besonderen
Ernst durch die Erinnerung an das Gleichnis von den
törichten Jungfrauen, die ihre Öllampen nicht vorbereitet haben
für den Empfang des Bräutigams. (Mt 25, 1-13; par; Apk 19, 7.9) In
den Morgengottesdiensten bis Donnerstag singen wir zum Alleluja:
Tropar (8. Ton):
Siehe, der Bräutigam kommt in
der Mitte der Nacht, und selig ist der Knecht,
den Er wachend findet, doch
unwürdig ist der, den Er schlafend findet.
Siehe also zu, meine Seele,
dass Du nicht vom Schlaf befallen wirst,
damit du nicht dem Tode
übergeben und vom Reiche ausgeschlossen wirst;
sondern sei nüchtern und rufe:
„Heilig, Heilig, Heilig bist Du, o Gott;
durch die Fürbitten der
Gottesgebärerin erbarme Dich unser!“
Großer Donnerstag
Der „Gründonnerstag“ beginnt wie alle
Tage liturgisch am Mittwochabend und erreicht seinen Höhepunkt in der
Göttlichen Liturgie des hl. Basilius, in die die Vesper des Donnerstags
übergeht. Das einsame Gebet des Herrn auf dem Ölberg, nachdem die Jünger
Ihn schlafend verlassen haben, wird nur leise angedeutet, wohingegen die
Texte immer wieder kreisen um den erschütternden Verrat des tragischen
Jüngers Judas, der seine Enttäuschung über den scheinbar so schwachen
Messias nicht verwinden konnte. Aber es geht nicht um dieses verzweifelte
Einzelschicksal, sondern um eine typische Lebenshaltung vordergründiger
menschlicher Klugheit und Berechnung, die den Gläubigen abschreckend vor
Augen gestellt wird. (Mt 26, 47-56; par; Joh 18, 1-11) |
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Wie in dieser Göttlichen Liturgie
beten wir fortan immer zur
Vorbereitung auf das Hl. Abendmahl:
Tropar (6. Ton)
Als Teilnehmer am Abendmahl
Deines Mysteriums, Sohn Gottes,
nimm mich heute auf.
Deinen Feinden will ich das Mysterium
nicht verraten,
noch Dir einen Kuss geben wie Judas.
Sondern wie der Schächer will ich
bekennen:
„Gedenke meiner, Herr, in Deinem
Reich!“ |
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Jesus auf dem Ölberg
(Mt 26, 36-46; par)
„Sehet, sprachst Du, ihr Freunde,
fürchtet euch nicht;
denn die Stunde ist gekommen,
dass Ich gefangen und getötet werde
durch die Hände der Gesetzlosen.
Ihr alle aber werdet euch zerstreuen
und Mich verlassen;
ihr, die Ich sammeln werde,
auf dass ihr Mich,
den Menschenliebenden, verkündet.“
Kanon vom
Karfreitag (Donnerstagabend); 5. Ode |
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Großer Freitag
(Karfreitag)
An diesem strengen Fasttag werden alle
Gottesdienste vor dem in der Mitte der Kirche aufgerichteten Kreuz
gehalten. Das Morgenamt (die Utrenja am Donnerstagabend) wird geprägt
durch die feierlichen Lesungen der „Zwölf Leidens-Evangelien“, die in den
zugehörigen Gesängen theologisch gedeutet werden.
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So heißt es zum 5. Evangelium :
Antiphon (6. Ton):
Heute hängt am Kreuz Der, Der die Erde
über den Wassern aufgehängt hat;
mit einem Kranz aus Dornen
wird umwunden der König der Engel.
Zum Spott wird in Purpur gehüllt,
Der den Himmel mit Wolken umhüllt.
Backenstreiche erhält Der,
Der im Jordan Adam befreite.
Mit Nägeln wird der Bräutigam
der Kirche angeheftet;
mit der Lanze wird durchbohrt
der Sohn der Jungfrau.
Wir verehren Deine Leiden, Christus;
Wir verehren Deine Leiden, Christus;
Wir verehren Deine Leiden, Christus.
Zeige uns auch Deine herrliche
Auferstehung!
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Großer Samstag
(Karsamstag)
Am Ende der Vesper von Karfreitag wird
die feierliche Grablegung des Herrn vergegenwärtigt. Dazu wird eine große
Tuch-Ikone (Epitaph; Plaschtschaniza) aus dem Altar heraus
getragen und in der Mitte der Kirche „aufgebahrt“ und in tiefer
Erschütterung kniefällig verehrt. Die weiteren Gottesdienste finden vor
diesem „Grab“ statt. Während des anschließenden Morgengottesdienstes (Orthros;
Utrenija) erklingen die langen „Klagegesänge der Frauen am Grabe“, die
unter Weihrauch-Gaben einmünden in die Auferstehungs-Troparien, die in
jedem Morgenamt zum Sonntag vor dem Evangelium gesungen werden. Die
sabbatliche Grabesruhe des Herrn, Der in das Totenreich hinabsteigt, wird
immer schon milde erhellt durch das Licht von Ostern.
Dieser Gottesdienst der Grablegung des
Herrn ist das Urbild für alle Begräbnis-Feiern der orthodoxen
Verstorbenen.
Tropare (2. Ton): |
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Der ehrwürdige Joseph nahm
Deinen Leib vom Holz,
hüllte ihn in reines Linnen,
bedeckte ihn mit wohlduftenden
Spezereien und legte ihn
in ein neues Grab. |
Als Du zum Tode hinabkamst,
Du unsterbliches Leben,
da hast Du den Hades getötet
durch den Blitzstrahl der
Gottheit.
Als Du aber auch die Verstorbenen
aus der Unterwelt auferwecktest,
da haben alle himmlischen Kräfte
gerufen: Lebensspender, Christus
unser Gott, Ehre sei Dir! |
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Auferstehungs—Tropare (5. Ton): |
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Gepriesen
bist Du, Herr, lehre mich Deine Ordnungen!
Die Versammlung der Engel war
erstaunt, Dich den Toten zugezählt zu sehen,
Erlöser, Der Du die Macht des Todes
zerstört, Adam mit Dir auferweckt
und alle aus dem Hades befreit hast.
Gepriesen bist Du, Herr, lehre mich
Deine Ordnungen!
Als die myrrhentragenden Frauen
mit dem Salböl zu deinem Grabe kamen,
Erlöser, da weinten sie; der Engel
aber sprach zu ihnen: „Was vermutet ihr
den Lebenden unter den Toten?
Denn als Gott ist Er auferstanden aus
dem Grabe.“ |
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Den Höhepunkt erreicht die Feier des
Großen Samstags mit der Vesper (meist am Vormittag gehalten) mit den
fünfzehn Lesungen aus dem Alten Testament als Voraus-Abbildungen der
Auferstehung des Herrn. Deren anschaulichste ist das ganze Buch Jona,
das von der Rettung des Propheten aus dem Bauch des Meerungetüms nach drei
Tagen berichtet. Er haderte mit Gott, weil die bußfertige Stadt Ninive zum
Erweis des Heilswillens Gottes geschont wurde.
Mit dem ergreifenden Moment des
Farbwechsels der Altartücher und Gewänder von Schwarz zu Weiß nach der
neutestamentlichen Apostel-Lesung vor dem Auferstehungs-Evangelium beginnt
die erste Göttliche Liturgie von Ostern. Von da an unterbleiben zum
Zeichen der Erlösungs-Freude alle Kniefälle bis zum Pfingstfest, obwohl
das Grabtuch noch an seinem Platz bleibt und verehrt wird bis zur Feier
der Osternacht.
Hinweis:
Alle Gottesdienst-Texte der Heiligen Woche sind in deutscher Sprache
verfügbar in der
Übersetzung von Erzpriester Dimitrij Ignatiev (München 1992 f.)
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P. Nikolai Wolper
Predigt Lübeck, 16.4.2006
Palmsonntag: „Damit wir Deine Herrlichkeit schauen, bist Du
gekommen.“
Zum Beginn der Heiligen Woche (Joh
11 + 12,1-18)
Liebe Brüder und Schwestern,
Der in den Himmeln thront, sitzt auf einem Eselsfüllen – gefeiert als der
so lange erwartete Messias zur Rettung der Welt, aber ohne äußeren
königlichen Glanz. Wie sollen die Menschen Seine Macht und Vollmacht
erkennen? Gewiss, das Volk jubelt Ihm zu bei Seinem Einzug in Jerusalem;
aber nur wenige Tage später schlägt die Begeisterung um in Fanatismus und
Hass, von den religiösen Führern aufgestachelt. Ist diese Wankelmütigkeit
nicht zu menschlich, um sie aus der zeitlichen Ferne verurteilen zu
dürfen? Denken wir nicht nur an den Verräter Judas, sondern auch an den
heiligen Petrus, den Jünger, auf den der Herr Seine Kirche bauen wollte,
und der Ihn in der Stunde der Verzweiflung verleugnete,
bis der Hahn dreimal krähte und ihn zur Besinnung rief.
Was in diesen Tagen geschah und in den Feiern der Kirche vergegenwärtigt
wird, ist mit menschlichen Maßstäben nicht zu messen – „unvernünftig“,
eine Zumutung für unseren Verstand, damals wie heute.
Der Evangelist Johannes leitet seinen Bericht über die Leidenswoche ein
mit der Schilderung einer symbolischen Handlung, die uns hinweist auf das
machtvolle Geheimnis der Liebe, dem die Menschen – auch wir – in
Christus begegnen: uns ergreifend lassend oder uns verständnislos und
ungeduldig abwendend: das dramatische Geschehen zwischen Jesus und den
Geschwistern Martha, Maria und Lazarus, den der Herr nach vier Tagen aus
dem Grabe auferweckt hatte. „Jesus liebt Martha, Maria, ihre
Schwester, und Lazarus.“ (11, 5) „Seht, wie lieb er ihn
hatte“, sagten die Menschen, als Jesus am Grabe des Freundes weinte (11,
35f.) – und diese Liebe ist es, die die Todesmacht überwindet und
Lazarus aus dem Grab heraus ruft.
Martha und Maria sind Glaubende, jede auf ihre Weise, und wir können uns
in beiden Haltungen wieder erkennen – so, wie wir es im Evangelium an den
Festen der Gottesmutter immer aufs Neue hören (Lk 10, 38-42):
Martha, die Geschäftige, den Alltagspflichten Zugewandte, war es, die
zuerst zu Jesus gelaufen war in der Trauer um den gestorbenen Bruder. Sie
wollte mit dem Herrn über die Auferstehung am Jüngsten Tage diskutieren
und hörte Seine alles entscheidenden Worte : „Ich bin
die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch
wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig
nicht sterben.“ (11, 25f.) Aber vor dem Grab angekommen, verstand sie
immer noch nicht, was Er meinte; praktisch wie sie dachte, verwies sie auf
den Verwesungsgeruch als Zeichen der unwiderruflichen Trennung des Toten
von den Lebenden. „Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes
sehen,“ versicherte ihr der Herr und diese Herrlichkeit Gottes
leuchtete vor aller Augen auf in der Auferweckung des geliebten Bruders.
Das Geheimnis dieser Befreiung aus den Fesseln des Todes – alle sahen die
Leichenbinden des Auferweckten – ist die Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus
Christus, aus dessen Liebe wir gar nicht herausfallen können, wenn wir uns
Ihm gläubig anvertrauen. Egal, was uns im Leben widerfährt – es kann
voller Leid und Schmerz sein -; unser ganzes Sein ist verwandelt durch die
Gemeinschaft mit Christus. In jeder heiligen Taufe verspricht der Herr uns
diese Liebesgemeinschaft im Sterben und Leben mit Ihm.
Maria erfährt diese Gemeinschaft mit dem Erlöser anders als
Martha. Sie ist die wortlos Liebende, die nicht nur Ihm lauschend zu Füßen
gesessen hatte, sondern die sich, von der
Schwester gerufen, auf dem Weg niederwarf vor ihm und weinte – so sehr,
dass Jesus erregt und erschüttert war, so tief menschlich war Er ihrem
Leid verbunden (11, 33).
Und was tut sie dann nach dem beglückenden Geschehen an ihrem Bruder, das
den ganzen Ort in Aufregung und Staunen versetzt hatte? Bei dem Festessen,
das die dankbare Familie für den Herrn ausrichtet, wendet sie alles
verfügbare Geld für das kostbarste Öl auf um dem Herrn die Füße zu salben
und das ganze Haus mit dem Wohlgeruch zu erfüllen. Welch eine
Verschwendung wider alle menschliche Vernunft! Ist uns der Protest des
Jüngers Judas wirklich so fremd, dass wir ihn so ohne weiteres
verurteilen dürfen? Steht nicht auch heute die Kirche immer wieder vor der
Verantwortung, den rechten Weg zu finden zwischen der Verherrlichung des
Schöpfers durch prachtvolle Gottesdienste in großartigen Gotteshäusern
und durch die Diakonie, d.h., den Dienst an Seinen geringsten bedürftigen
Brüdern und Schwestern, von dem der Herr ausdrücklich Sein Urteil beim
Jüngsten Gericht abhängig gemacht hat, wie wir vor dem Beginn der
Fastenzeit im Evangelium gehört haben (Mt 25, 31-46)? Maria handelt
wider alle Zweckmäßigkeitserwägungen und sozialen Programme, wie wir heute
sagen würden. Die Haltung des Judas zeigt, dass solche Ziele nicht immer
frei sind von Neid und Habgier. (Matthäus und Markus stellen die Gesinnung
der verärgerten Jünger nachsichtiger dar als Johannes die Missgunst des
Judas; Mt 26,9; Mk 14,5)
Der Herr Jesus Christus sieht in dieser verschwenderischen, sich
verströmenden Liebe Marias die bedingungslose Hingabe, die nicht
kalkuliert, sondern nur die Gemeinschaft mit Ihm, Der die Liebe ist,
sucht, und deutet sie als symbolische Handlung: „Lass sie, damit sie es
für den Tag Meines Begräbnisses tue.“ (12,7) Er Selbst wird
diese Liebe zu uns vollenden, wenn Er Sich am Kreuz für Seine Geschöpfe,
für uns alle, in die Nacht des Todes hingeben wird.
Die Herrlichkeit Gottes kommt, das will der Herr uns nicht nur sagen,
sondern eindringlich zeigen, nicht in Glanz und Größe nach menschlichen
Maßstäben daher – Könige erscheinen hoch zu Ross und mit prächtigem
Gefolge; Staatsoberhäupter in Luxuslimousinen und großer Polizei-Eskorte;
sondern demütig auf einem unscheinbaren Esel, umgeben von jubelnden
Kindern mit Zweigen als Zeichen ihrer Verehrung (Könige wurden mit
Palmwedeln begrüßt). Aber diese sich am Wunder ergötzende Begeisterung des
Volkes ist so wenig wert wie die Jüngerschaft des Judas, weil sie nicht
aus dem wirklichen, das Leben verwandelnden Glauben kommt, sondern aus der
Lust an der Sensation und der Hoffnung auf eine besser organisierte Welt.
Als die Stimmung umschlägt und das für den Augenschein so schmachvolle
Ende des zuvor noch gefeierten Herrn bevorsteht, ehrt Er Seine geliebten
Menschen mit einer letzten Zeichenhandlung: Er wäscht den Jüngern die
Füße, so wie es die liebende Maria mit ihrer kostbaren Salbe an Ihm getan
hat.
Wie verhalten wir uns dem Liebesgeschenk des Mensch gewordenen
Gottes gegenüber:
Tätig glaubend wie Martha? Wortlos liebend wie Maria? Berechnend wie
Judas?
Oder wankelmütig wie das jubelnde Volk?
„Der auf den Cherubim thront
und aus Liebe zu uns sich auf ein Füllen setzt und zum
freiwilligen Leiden eilt,
hört heute das Hosianna der jubelnden Kinder, der jubelnden
Scharen.
Davids Sohn, eile, zu retten, die Du geschaffen hast, Jesus,
Gepriesener.
Denn, damit wir Deine Herrlichkeit schauen, bist Du
gekommen.“ (Kathisma)
Amen.
Literatur: Anselm Grün: Jesus – Tür zum Leben. Das Evangelium des
Johannes; Stuttgart/Zürich 2002
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