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Der Ursprung des Festes liegt in der Kirchweihe auf dem Berg Tabor
im 4. Jhdt.
Es vergegenwärtigt die Offenbarung des Herrn während des
Laubhüttenfestes vor den
Augen der erstberufenen Apostel Petrus, Jakobus und Johannes im
überirdischen Glanz, begleitet von Moses und Elia. (Mt 17,1-9)
Wenn die Jünger daraufhin vor Freude drei Hütten bauen wollten, so war
ihnen bewusst, dass in ihrer Begegnung mit Jesus das so lange ersehnte
Reich Gottes, das messianische Zeitalter, begonnen hat. Was das Gesetz
(vertreten durch Mose) und die Propheten (vertreten durch Elia)
verheißen hatten, ist nun erfüllt. Das jüdische Volk feierte mit den
Laubhütten nicht nur die Erinnerung an die Wüstenwanderung in die
Freiheit mit den provisorischen Wohnstätten (Lev 23), sondern
auch die Hoffnung auf die endgültige Befreiung am Ende der Zeiten,
wenn die Gerechten ihre Zelte im ewigen Friedensreich erhalten
würden.(Jes 32,18)
Die Christen erbitten in den Gebeten für die Entschlafenen immer
wieder diesen Heimgang in die Zelte der Gerechten, so wie es der Seher
Johannes geschaut hat (Apk).
Anders als die beiden anderen großen jüdischen Feste Pessach
(Ostern) und Pfingsten hat die Kirche das Laubhüttenfest
nicht vollständig übernommen als Erfüllung der Verheißungen in Jesus
Christus, sondern sie bezieht sich nur indirekt darauf. So knüpft die
Feier von Mittpfingsten (s. dort) besonders an die
Wasser-Symbolik am Ende des Laubhüttenfestes an (Christus ist das
Wasser der Weisheit und die Quelle des lebendigen Wassers). Und am
Fest der Verklärung sind es die Hoffnung auf die Ruhe der Seligen im
Reich Gottes und die ewige Freude derer, die - wie die Heiligen
erfüllt vom Heiligen Geist - die von der Sünde verdunkelte Schönheit
als Abbilder Gottes wieder erlangt haben. Einige dieser Begnadeten
sind schon in ihrem irdischen Leben im überirdischen Glanz des
Taborlichtes erstrahlt und werden deshalb besonders innig verehrt –
wie der hl. Serafim von Sarov, der uns von der Altarwand her
anschaut.
Die Griechen sprechen statt von „Verklärung“ von „Metamorphosis“
(Verwandlung“), so wie sie als Verheißung für alle Gläubigen auch im
Gottesdienst anklingt:
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„Du hast mich gefesselt mit der Sehnsucht nach Dir, o
Christus,
und mich verwandelt mit Deiner göttlichen Liebe.
Verzehre meine Sünden mit dem Feuer Deines Geistes
und erachte mich würdig, dass ich mein Entzücken in Dir
stille,
damit ich tanzend vor Freude Deine beiden Kommen
verherrliche.“
(Utrenja, 9.Ode) |
Eine kirchliche Erinnerung an den Ursprung des Laubhüttenfestes als
herbstliches Erntedankfest ist die Segnung der Früchte,
besonders der neuen Weintrauben, nach der Göttlichen Liturgie dieses
Feiertages.
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